Betrayer – Preview

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Bei Betrayer handelt es sich auf Valves’ Vertriebsplattform Steam um ein sogenanntes Early Access-Spiel, d.h. es befindet sich noch im Entwicklungsstadium, kann aber bereits gekauft werden. Spieler haben so die Möglichkeit die Macher auf Fehler hinzuweisen, oder sonstige Anregungen zu verkünden. Des weiteren wird man vor dem Kauf auf folgendes aufmerksam gemacht: “Das ist ein Alpha Produkt. Der Inhalt befindet sich noch in Arbeit und es können Bugs und unfertige Komponenten auftreten.” So viel dazu. Schauen wir uns Betrayer nun aber mal etwas genauer an, fertig hin oder her. Denn schließlich soll euch Lesern mit diesem Preview die Kaufentscheidung leichter gemacht werden. P.S. Es kostet schlappe 13,99 €. So jetzt könnt ihr aufhören mit lesen und gleich den Einkaufswagen befüllen. Die übrigen von euch, die noch da sind, dürfen nun allerdings gern meine Eindrücke auf sich wirken lassen.

 

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STORY

Im Jahre 1604 segelte der namenlose Held von England zur Küste Virginias in die neue Welt. Doch anstatt eine blühende Kolonie vorzufinden, erwacht er an einem ihm unbekannten Strand, auf einer unbekannten Insel voller Mysterien und Gefahren. Von da an begiebt er sich auf eine Reise um herauszufinden, welche dunklen Mächte der Insel das Leben und die Farbe nahmen. Doch stetig an seiner Seite dabei sind verdorbene Conquistadores und gefräßige Schatten die ihm nach dem Leben trachten.

 

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GAMEPLAY

In Ego-Perspektive, ausgestattet mit verschiedenen Waffen, die wir uns erst alle noch erarbeiten müssen wacht der namenlose Protagonist an einem Strand auf. Ein kleines Messer in der Hand und ein Weg vor ihm. Kurz nach den ersten Schritten erreicht ihn eine mysteriöse Notiz, die erzählt, dass die Spanier mehr Monster als Menschen auf dieser Insel (ich schreibe die ganze Zeit Insel, weil ich mal davon ausgehe es handelt sich um eine) sind. Ebenso, stattet uns der unbekannte Helfer mit Pfeil (20 Stück im Köcher) und Bogen aus. Gleich bei dem ersten, tief grollenden Gegner zeigt Betrayer seine Stealth Elemente. Mittels ducken verstecken wir uns im Gebüsch und schießen dem Gegner blitzschnell einen Pfeil in den Rücken. Sein toter Körper hinterlässt Beute in Form von Münzen und Munition.

Das bisher noch recht übersichtliche Inventar listet momentan Waffen und Talismane, hier genannt Charms, auf. Mit ihnen lassen sich Fähigkeiten verbessern die der Spielfigur beim Erforschen der Umgebung dienlich sind. Derzeit ausgerüstet gewährt das “Charm of the Musketeer” dem Träger schnelleres Nachladen der Muskete.

Um stets mit Munition und sonstigem Überlebenswerkzeug ausgerüstet zu sein, kann man im ersten englischen Fort Nachschub auch käuflich erwerben. Dazu eine Anmerkung. Kurz nachdem ich das Fort verlies und leider das Zeitliche segnete, war nach dem Respawn all mein Gold verschwunden. Ich bin mir nicht sicher, ob das nun an der Alpha lag, oder in der Tat so gewollt ist. Ohnehin ist das Spiel nicht sonderlich einsteigerfreundlich. Es gibt keinerlei Hinweise oder Questlogs. Man gibt lediglich mittels Notizen und vagen Hinweisen eine Motivation immer weiter das Eiland zu erkunden. Ob diese Reise schlussendlich in einem Finale gipfelt, ich lass mich einfach mal überraschen.

 

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GRAFIK

Betrayer ist das nicht das einzigste Spiel welches sich des optischen Totalminimalismus in primär schwarz und weiß hingibt. PlayStation 3 Besitzern dürfte da eventuell The Unfinished Swan als Beispiel in den Sinn kommen. Das besondere hierbei jedoch ist, es handelt sich nicht um ein Knobel- oder Kunstgame, sondern um ein waschechtes Survival Inselabenteuer à la Far Cry auf Basis der immer beliebten Unreal Engine 3. Lediglich markante Objekte, wie Waffen, Feinde oder Truhen bekommen in Teilen die Signalfarbe rot. Ein bisschen fühlte ich mich recht zu Beginn an den Film Schindlers Liste erinnert und das dort vorkommende “rote Mädchen”. Ein schönes Elemente fällt dem Spieler eher beiläufig auf und zwar, wenn ich mit meinem Charakter durch dunklere Areale laufe, werden seine eigentlich weißen Hände, dunkelrot. Auch beim Schleichen durch Dickicht sind bei genauer Betrachtung die unteren Teile der Flora in tiefem rot. Somit bekommt die Farbe des Blutes in diesem Spiel mehrere Schattierungen und verschiedene Einsätze.

SOUND

Ebenso minimalistisch wie die Grafik gibt sich der Sound. Keine Sprachausgabe, keine Musik, nur Soundeffekte (knarrzende Truhen, das Einsammeln von Hinweisen etc., untermalen das Abenteuer). Eine hervorragende Wahl die die andauernde Bedrohung und vorherrschende Tristesse auch akkustisch sehr schön zum Leben erweckt. In der jetzigen Alpha Build rauscht der Wind allerdings noch ziemlich vorhersehbar. Man kann fast die Uhr danach stellen wann es wieder kurzzeitig windig wird. Das trübt ein wenig die sonst so tolle Atmosphäre. Aber ich bin mir sicher, daran wird ebenfalls noch gewerkelt.

Das wirklich witzige ist, dass einige Soundeffekte etwas comichaft klingen und somit nicht wirklich in das düstere Setting passen. Im starken Kontrast dazu kann der Sound für einen schockierenden Moment so wuchtig werden, dass man direkt ein wenig zusammenzuckt. So geschehen beim Wechsel von vornehmlich weiß/schwarz zu der invertierten Variante.

 

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Ich habe für euch mal ein kurzes, wirklich sehr kurzes Video aufgenommen, dass einen kleinen Einblick in die Welt von Betrayer gewährt.

 

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Ersteindruck
7
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Stellv. Chefredakteurin bei HoG, PC Gamerin (Praise Lord Gaben), Kammerjägerin. Neben dem Gaming: Comicbücher, Konzerte, Serien, Abhängen. Fertig!